Die erektile Dysfunktion ist ein Problem, über das kaum ein Mann gerne spricht. Betroffene Patienten können eine Erektion entweder nicht lange genug für den Geschlechtsverkehr halten oder es kommt kaum eine erkennbare Erektion zustande. Ursachen dafür gibt es viele, von psychischen Problemen bis hin zu einer ganzen Reihe von körperlichen Ursachen. Eine dieser Gründe ist der Bluthochdruck, der sich auf vielerlei Art und Weise negativ auf die Potenz auswirken kann.

Wenn die Diagnose Bluthochdruck fällt, wird zunächst versucht, den Gesundheitszustand mit einem einzigen Mittel zu therapieren. Dieses soll zunächst den Blutdruck wieder auf einen normalen Wert senken. Wenn es nicht die erwünschte Wirkung bringt, wird meist mit harntreibenden Mitteln weiterbehandelt, die in der Fachsprache als Diuretika bezeichnet werden. In Zusammenwirkung mit den häufig eingesetzten Beta-Blockern bewirken Diuretika aus vielerlei Hinsicht eine Verschlechterung der Potenz, sodass eine Erektion nicht mehr möglich wird.

Bluthochdruck bleibt lange Zeit beschwerdefrei und wird daher erst im späten Stadium von den Betroffenen bemerkt. Zu diesem Zeitpunkt können die Gefäße bereits beschädigt sein. Sie haben sich entweder verengt oder auf andere Weise verändert. Dadurch verändert sich gleichzeitig die Stärke des Blutstroms, der in den Schwellkörper eindringt, wenn es zur Erektion kommen soll. Dadurch kann sich das Glied nur noch schwach aufstellen und es kommt keine Erektion zustande, die für den Geschlechtsverkehr stark genug wäre.

Impotenz durch Bluthochdruck - Henning Hraban Ramm / pixelio.de

Impotenz durch Bluthochdruck - Henning Hraban Ramm / pixelio.de

Bluthochdruck und Impotenz weisen auch aufgrund der Medikation gegen den Bluthochdruck einen Zusammenhang auf. Viele der Medikamente wirken sich negativ auf die Potenz aus, werden aber trotzdem verabreicht, da sie zum Standard gehören. Die Potenzstörung ergibt sich aus drei Ursachen, die durch die Medikamente bedingt sind. Zunächst wirken die üblicherweise eingesetzten Medikamente auf das Gehirn allgemein dämpfend, was bereits zu einer leichten Potenzstörung führen kann. Eine weitere Nebenwirkung der Präparate besteht darin, dass sie den Testosteronspiegel und die intrazellulären Zinkspeicher senkt und verringert, wodurch sich eine Erektion kaum noch einstellen kann. Weiterhin können sie dazu führen, dass die glatte Muskulatur des Schwellkörpers kontrahiert, wodurch eine Erektion ebenfalls nicht eintreten kann.

Oftmals haben sich die Gefäße des Glieds auch an den Bluthochdruck angepasst und es kam vor der medikamentösen Behandlung noch zu einer Erektion. Sobald sie jedoch dem gesunden, niedrigeren Blutdruck begegnen, können sie jedoch nicht mehr zur Erektion führen, da sie sich an den höheren Druck inzwischen gewöhnt haben. Das männliche Glied wird allgemein schlechter durchblutet und kann daher auch keine ausreichende Erektion mehr halten.