Bluthochdruck – auch für die Augen ein Risikofaktor

Jörg Klemme, Hamburg / pixelio.de

Bluthochdruck ist ein Risikofaktor und kann die Blutgefäße dauerhaft schädigen. Besonders betroffen sind dabei feine Gefäße, wie sie in Augen oder Nieren vorkommen.
Da Bluthochdruck Augen nicht direkt zu spüren ist, sollten Patienten ihren Blutdruck stets sorgfältig überwachen. Die schleichende Erkrankung bleibt oft für Jahre unbemerkt, auch wenn sie schon den Sehnerv geschädigt hat. Oft wird das Ausfallen des zentralen Gesichtsfeldes viel zu spät erkannt.

Durch Bluthochdruck kann das Auge in mehreren Bereichen betroffen sein:
Der Bluthochdruck Augen kann Blutungen und Schwellungen der Netzhaut verursachen, die sie so dauerhaft schädigen, dass das Sehen beeinträchtigt wird oder sich die Netzhaut ablöst.
Gefäßverschlüsse (Thrombosen) im Auge sind Schäden, die auch schon bei Bluthochdruckwerten eintreten, die im Mittleren Bereich einer Erhöhung liegen. Hier kann es sogar zur Erblindung kommen. Auch die Wahrscheinlichkeit, durch Bluthochdruck Augen am Glaukom (Grüner Star) zu erkranken, ist hoch.
Zur Vorbeugung ernster Krankheiten hat sich daher die Frühdiagnostik bewährt.
Durch die Analyse des Augenhintergrundes können schon kleinste Veränderungen festgestellt werden. Die Früherkennungsuntersuchung auf ein Glaukom (Grüner Star) soll seine häufigste Form, das Offenwinkel-Glaukom, erkennen. Frühe Untersuchungen sind sinnvoll, da es bei zu später Diagnose zur Erblindung kommen kann.

Untersuchungsmethoden zur Erkennung eines Glaukoms:

1. Tonometrie = Die Messung des Augeninnendrucks
Bei dieser Methode wird eine kleine Messsonde von außen auf den Augapfel aufgesetzt und der Druck gemessen.
2. Funduskopie = Beurteilung des Sehnervs
Der Augenarzt leuchtet in das Auge hinein und betrachtet den Augenhintergrund, wobei die Stelle, wo der Sehnerv eintritt (Sehnervenkopf), von besonderem Interesse ist. Bei der Funduskopie wird ein Bild des Augenhintergrundes
erzeugt. Der Arzt kann bei dieser Untersuchung den so genannten „Blinden Fleck“ begutachten – die Stelle, an der Sehnerv und Blutgefäße zusammen in das Auge eintreten.
3. Bestimmung des Gesichtsfeldes
Dabei muss die untersuchte Person auf einem Schirm angezeigte Lichtpunkte erkennen. Die Häufigkeit und das Erkennen auch von schwachen Punkten gibt Aufschluss über die Weite des das Gesichtsfeldes.

Um Beschwerden am Auge zu lindern, helfen manchmal auch einfache Methoden wie Entspannungsübungen. Sie trainieren das Auge vor allem bei Fehlsichtigkeit. Wichtig für die Wirksamkeit ist regelmäßiges Üben. Beispielübungen:
Nach 20 Minuten PC-Arbeit konsequent 5 Minuten die Augen schließen, nur auf die tiefe Bauchatmung konzentrieren und Hände und Arme dabei fest anspannen. Loslassen und mehrmals wiederholen.
Auch das Palmieren hat sich bewährt. Hierbei legt man die gewölbte Hand auf das Auge und konzentriert sich einige Minuten auf eine dunkle Fläche. Die Finger liegen auf der oberen Stirn, der kleine Finger am Nasenrücken.